Die Kunst schlaue Notizen zu machen

Ich sehe bei so vielen Schülern, wie sie sich immer dutzende Lernzettel vor Klausuren schreiben und enorm viel Zeit dafür aufwenden, Informationen zusammenzufassen und sie zu verstehen. Eigentlich ist Lernen an sich nicht aufwändig, aber dieses ständige erneute Lernen von Stoff, macht den Prozess viel anstrengender.

Wenn du im Unterricht tatsächlich mal aufpasst, den Stoff bereits im Unterricht lernst und verstehst und dir strukturierte Notizen machst, dann wirst du feststellen, dass du im Nachhinein weniger Zeit benötigst, um dich auf den Test vorzubereiten.

Diese Tipps helfen dir dabei, bessere Notizen zu machen:

Schreibe nicht stur die Tafel ab, ohne etwas zu hinterfragen. So solltest du deine Notizen formatieren: Überschrift/Frage, Beispiele, Fazit
Manchmal dir nicht sofort ein Fazit einfallen. Scheue dich nicht davor, deinen Lehrer zu fragen.

Mathe: Schreibe die Übungen ab und kommentiere sie mit Erklärungen. Wenn ihr eine Aufgabe im Unterricht besprecht, dann notiere dir die Frage, die Antwort und die einzelnen Schritte. Gute Matheschüler machen sich sogar Notizen zu den Erklärungen und Ratschlägen der Lehrer. Hier gilt wieder, dass du diese nicht protokollieren, sondern sie in deinen eigenen Worten notieren sollst.

Fakten werden auf Karteikarten geschrieben. Notiere die Frage auf der einen und die Antwort auf der anderen Seite der Karte. Bring sie einfach mit in den Unterricht und mache dir Stichpunkte, wenn dein Lehrer sie anspricht. So hast du dir noch einen Schritt für später erspart. Das gleiche tust du, wenn du dir einen Text durchlesen musst. Jeden Fakt, den du auswendig lernen musst, schreibst du auf eine Karteikarte. Kennst du “Spaced Repitition”? Die Technik geht so: Die Karteikarten, die du dir bereits merken konntest, legst du auf einen Stapel und die sonstigen Karteikarten, die du dir noch nicht merken konntest, legst du auf einen anderen Stapel. Den Stapel mit den noch nicht gemerkten Karten lernst du so lange, bis alle Karten auf dem gelernten Stapel liegen.

Wenn du Schaubilder z.B. in Biologie oder Erdkunde lernen musst, dann deckst du die Beschriftungen ab und machst eine Kopie davon. Die effizienste Weise ein Schema zu lernen ist, es auswendig zu beschriften z.B. bei der Anatomie des Menschen (Herz, Lunge, Magen, …). Auch hier benötigst du eine gewisse Zeit, bis alles gemerkt ist.

Wenn du etwas im Unterricht oder bei den Hausaufgaben nicht verstehst. Es wichtig, dass deine Frage direkt in der nächsten Stunde beantwortet wird. Scheue dich nicht davor zu fragen! Frage deine Mitschüler, deine Geschwister, deinen Lehrer oder google es. Lies dir den Text nochmal durch oder schau dir ein simpleclub-Video an. Du musst es verstehen!

Aus eigener Erfahrung kann ich dir berichten, dass ich am meisten Zeit für das Verstehen des Stoffes benötigt habe. Mache es dir zur Gewohnheit, dir deine Fragen sofort zu beantworten oder beantworten zu lassen (gehe erst mal alleine an das Problem heran, nimm dir die 15 Minuten und wenn du auf keine Lösung kommst, kannst du Fragen stellen).

Wenn du mit dem Lernen beginnst, dann wirst du die schwerste Arbeit bereits hinter dir haben, nämlich den Stoff zu verstehen und zusammenzufassen. Wenn dir ein Test bevorsteht, dann möchte ich nicht, dass du eine einzige Minute dafür verschwendest, deine Notizen zu verstehen – dann ist es nämlich schon zu spät. Zu diesem Zeitpunkt solltest du nur noch Dinge lernen, die du bereits verstanden hast.

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