Warum du gute Noten brauchst

Warum erwähne ich das Thema Schule und Bildung auf diesem Blog “Budget Lifestyle”?

Wenn du später finanziell frei werden willst, dann musst du ein sehr guter Angestellter oder in deiner selbstständigen Tätigkeit herausragend sein. Das funktioniert nur, wenn du dich von deiner Konkurrenz abhebst und der/die beste in deinem Gebiet bist. Und das funktioniert nur durch konstante Weiterbildung.

Zu einem ausbalancierten Lifestyle gehört nicht nur Spaß, sondern auch Bildung, wobei unser Schulsystem Bildung wirklich uninteressant gemacht hat.

Streber haben keine Freizeit mehr

Es gibt kein “entweder, oder”! Ich höre immer von allen Seiten:

Du musst hochbegabt sein und ein IQ von 197 haben, um dich zurücklehnen zu können. 
Ansonsten musst du sehr hart für Einsen arbeiten. 

Das stimmt absolut gar nicht. Deine Noten sind eine Kombiniation aus: deinen Lerngewohnheiten, deiner Energie beim Lernen, und der benötigten Zeit. Intelligente Strategien für die ersten beiden Bestandteile können den dritten Bestandteil sehr gering halten. Erfolgreiche Schüler schreiben nicht nur gute Noten, sondern lernen auch viel weniger für die Schule, weil sie ihre Lerngewohnheiten und ihren Lifestyle überarbeitet haben. Daraus ergeben sich drei Optionen:

  1. Lerne mit schlechten Lerntechniken für 60-100 Stunden die Woche und bekomme Einsen.
  2. Lerne mit guten Lerntechniken für viel weniger Zeit und bekomme Einsen.
  3. Lerne mit schlechten Lerntechniken für viel weniger Zeit und bekomme Zweien.

Offensichtlich ist 2. die beste Option. Klar, du musst etwas Arbeit für gute Noten hineinstecken, aber gehe nicht mit deinem Kopf durch die Wand, sondern schalte doch mal dein Gehirn an und gehe lösungsorientiert und effizient vor.

Du wirst sowieso alles vergessen

Klar, Schule macht nicht immer Spaß. Doch das Ziel ist es, uns das aufklärende Denken beizubringen: Du lernst die Ideen von großen Philosophen und Wissenschaftlern kennen und wirst dadurch ein besserer Bürger der Gesellschaft. Natürlich wirst du wahrscheinlich nie mehr Dramen von Schiller analysieren müssen, aber es gibt einen Grund, warum wir diese Bücher seit hunderten von Jahren studiert haben. Sie bereiten dich auf das Leben vor. Sie fördern dein Verständnis von Ethik und Moral. Je gebildeter du wirst, desto mehr Dinge hinterfragst du. Sie verändern deine Wahrnehmung der Welt.

Das gleiche gilt für soziale und physikalische Wissenschaften. Möglicherweise wirst du nicht eine spezifische Erkenntnistheorie im Alltag nutzen, aber du hast gelernt, Informationen in einem kritischeren, nuancierteren Licht zu betrachten. Denkst du wirklich das der 18-jährige Jan für das Leben gleich bewappnet ist wie der 22-jährige Uniabsolvent? Oder waren die drei Jahre, denen du dich großen Denkern aussetzen musstest, vollkommen nutzlos?

Und jaaaaa, das Bildungssystem hängt gefühlt 300 Jahre hinterher und die Lehrerausbildung ist auch fragenswürdig, wenn es immer noch Lehrer gibt, die nicht mal wissen, wie man ein Video auf Vollbild einstellt… Aber momentan haben wir nun mal das, was uns zur Verfügung steht und damit müssen wir arbeiten. Komm mir mit einer Lösung und versuche etwas an dem System zu ändern. Das wird kurzfristig sehr schwierig.

Kein Arbeitgeber wird auf deinen Notenschnitt achten

In Vorstellungsgesprächen werden Noten nicht oft diskutiert. Bedeutet das, dass sie keine Rolle spielen? Natürlich nicht! Noten spielen eine wichtige Rolle im Auswahlverfahren. Der Personalleiter braucht doch irgendeinen Anhaltspunkt, um Kandidaten für das Assessment Center auszuwählen. Wenn ein Unternehmen gefragte Einstiegsjobs anbietet, dann werden sie mehr Bewerbungen erhalten, als sie Zeit haben, alle Kanditaten zu interviewen. Deshalb brauchen sie ein schnelles Aussortierungsverfahren. Ihr Schwerpunkt: wo du zur Schule gegangen bist, deine Noten, und deine Arbeitserfahrung.

Wenn deine Noten schlecht sind, dann wirst du vom Personalleiter sehr wahrscheinlich nicht mal zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Willst du die Welt retten? Oder Lehrer werden? Dann solltest du besser eine gute Abschlussnote haben. Kurz gesagt: Eine durchschnittliche Abschlussnote wird deine Freiheit in der Jobsuche einschränken.

Startups und große Unternehmen wie Google achten oft nicht auf Noten, sondern mehr auf deine Skills. Sie suchen Topperformer und keine Anfänger. Diese Unternehmen achten nicht auf deinen Notenschnitt, aber bevor du dort angenommen wirst, musst du eben erst mal deine Erfahrungen sammeln und Fähigkeiten, die du bereits in Einstiegsjobs erlangt hast, aneignen.

Du solltest dir vorher gut überlegen, was du später machen willst, bevor du dir einige Türen zu potentiellen Jobs mit einer schlechten Abschlussnote verschließt. Außer du weißt, dass du sicher als Freelancer arbeiten oder dein eigenes Ding durchziehen wirst.

Was ist deine Meinung zu diesem Thema? Gehst du immer noch zur Schule oder hast du schon ein Einser-Abi?

Schreiben Sie einen Kommentar